Jede Epoche hat ein vorherrschendes Massenmedienformat, und heute leben wir im Zeitalter der sozialen Medien. Wenn Sie ein möglichst breites Publikum erreichen und Ihre Botschaft so kostengünstig wie möglich verbreiten wollen, bedeutet das, dass Ihr Marketing soziale Medien einschließen sollte.

Die Statistiken sprechen für sich selbst. Mehr als drei Milliarden Menschen – fast die Hälfte der Weltbevölkerung – sind auf die eine oder andere Weise in sozialen Medien aktiv.

Die alten Werbeformen, die durch passiv konsumierte Medien wie Zeitschriften, Radio und Fernsehen populär gemacht wurden, sind in dieser Ära nicht annähernd so effektiv. In den sozialen Medien ist das Engagement aktiv, und niemand hat Zeit für langweilige Werbespots oder Verkaufsgespräche von völlig Fremden.

Viele Unternehmen haben sich neuen Strategien zugewandt, die ihr wertvollstes Kapital – ihre Mitarbeiter – nutzen, um Leads und mögliche neue Mitarbeiter direkt anzusprechen. Soziale Rekrutierung und Personal Branding helfen Unternehmen dabei, sich besser denn je zu vernetzen, zu verkaufen und einzustellen.

 

5 Tipps zur Erstellung einer erfolgreichen Personal-Branding-Strategie

Ganz gleich, ob Sie mehr Produkte verkaufen, die besten Mitarbeiter einstellen oder den positiven Bekanntheitsgrad Ihrer Marke steigern wollen, eine starke Personal-Branding-Strategie kann Ihnen dabei helfen, diese Ergebnisse zu erzielen.

Obwohl Personal Branding eine neuere Strategie ist, die sicher noch Platz für Innovationen hat, gibt es bereits einige bewährte Praktiken, die Ihnen und Ihren Mitarbeitern helfen können, die bestmögliche Personal-Branding-Strategie aufzubauen.

 

Rekrutieren Sie Ihre bestehenden Mitarbeiter

Versuchen Sie, aus Ihrer bestehenden Belegschaft eine einzige „Super-Persona“ zu schaffen, welche die gesamte Belegschaft und ihre Gemeinsamkeiten verkörpert. Diese Persona ist das, was Sie rekrutieren wollen, weil sie zur Festigung Ihrer bestehenden Unternehmenskultur beitragen wird.

Der potenzielle Nachteil dabei ist, dass dies zu einer sehr homogenen Kultur führen kann, was sich langfristig nachteilig auswirken könnte. Beispielsweise kann sich ein Mangel an Vielfalt nicht nur aus rekrutierungstechnischer, sondern auch aus strategischer Sicht negativ auf Ihr Unternehmen auswirken. Sie wollen keinen Konferenztisch voller „Jasager“, die keine frischen Perspektiven oder Ideen haben, die man diskutieren könnte.

 

Wie rekrutiert man mit sozialen Medien

Diversität ist derzeit in allen Branchen ein Thema, das bei der Schaffung oder Entwicklung der Personal-Branding-Strategie Ihres Unternehmens zu berücksichtigen ist. Hier geht es nicht nur um schöne Worte, sondern darum, Ihren Worten Taten folgen zu lassen und mitunter eine zusätzliche Anstrengung auf sich zu nehmen.

 

Ohne Transparenz geht es einfach nicht

Eines der schlimmsten Missverständnisse bei der Entwicklung einer Personal-Branding-Strategie ist, dass es „nur“ darum geht, Nachrichten über soziale Medien zu verbreiten und sich dabei als „gewöhnlicher Käufer“ anstatt sich als Unternehmensvertreter auszugeben. Ihren Mitarbeitern eine unangenehme „Guten Tag, liebe Online-Kunden…“ Situation zu präsentieren, in der es so aussieht, als ob sie vorgeben, jemand zu sein, der Sie eigentlich nicht sind. Wenn Sie wollen, dass Ihr Publikum Ihnen vertraut, müssen Sie völlig transparent sein, bei allem was Sie tun.

Ebenso sollten Sie sich bei der sozialen Anwerbung nicht mit Ihren Erwartungen zieren. Sie werden eine bessere Antwort erhalten, wenn Sie

  • Offen darüber sprechen, wer Sie sind
  • Warum Sie genau diese eine Person kontaktieren und
  • Für welche Position Sie rekrutieren.

 

Es gibt jedoch einen Unterschied zwischen Personal Branding und Social Recruiting. Ersterer ist mehr wie, nun ja, Branding. Letzteres ähnelt eher der Lead-Generierung. Denken Sie daher bei der Schaffung einer Arbeitgebermarke eher an eine Kampagne, welche die Frage beantworten soll: „Wenn potenzielle Mitarbeiter daran denken, in meinem Unternehmen zu arbeiten, wie wird das Unternehmen wahrgenommen werden“?

 

Eine Arbeitgeberwertvorstellung aufbauen

Schriftsteller und Filmemacher werden oft aufgefordert, sich für ihre Projekte einen „Aufzug-Pitch“ auszudenken. Die Idee dahinter ist, dass, wenn sie bei einem bekannten Verleger oder Produzenten in den Aufzug steigen und eine sehr flüchtige Gelegenheit hätten, ihr Produkt vorzustellen, eine so kurz wie mögliche, jedoch überzeugende Präsentation zur Hand haben. Eine Arbeitgeberwertvorstellung ist genau das.

Die Arbeitgeberwertvorstellung ist eine Auflistung von Faktoren, die deutlich machen, warum Ihr Unternehmen ein großartiger Arbeitsplatz ist und warum bestehenden Mitarbeiter Ihren Arbeitsplatz schätzen. Der Schwerpunkt sollte weniger auf dem „was wir tun“ als vielmehr auf dem „wie wir es tun“ liegen. Hier sind ein paar Dinge, die einige große Unternehmen in ihrer Arbeitgeberwertvorstellung hervorheben:

  • Eine unterhaltsame Arbeitsumgebung mit sozialen und Freizeitaktivitäten.
  • Jeden Tag kostenlose, frische Lebensmittel im Pausenraumkühlschrank.
  • Freiheit und Möglichkeiten, die eigene Karriere so zu definieren und zu entwickeln, wie man es sich vorstellt.
  • Laufende Investitionen in das persönliche und berufliche Wachstum der Mitarbeiter.
  • Inspirierende, zukunftsorientierte, sozial verantwortliche Unternehmenswerte.

Arbeitgeberwertvorstellungen werden sich von Unternehmen zu Unternehmen anders gestalten. Wichtig ist, dass Sie die Stärken des Unternehmens kennen, und herausfinden, was den Mitarbeitern an der Arbeit daran gefällt. Der nächste Schritt wäre sich all die Dinge, die Sie bereits implementiert haben, nochmals unter die Lupe zu nehmen, um herauszufinden, wo Sie erweitern könnten, um Ihr Unternehmen für potenzielle Neueinstellungen noch attraktiver zu machen.

 

Stellen Sie Ihre Mitarbeiter in den Mittelpunkt

Ihre Mitarbeiter sind der Star der „Personal Branding Show“. Daher treten Sie zurück und lassen Sie Ihren Mitarbeitern die Führung übernehmen, sobald Sie Ihre Ziele und Erwartungen kommuniziert haben. Je mehr Ihre Mitarbeiter ihre eigenen Inhalte generieren können, desto authentischer und vermittelbarer wird ihr Einsatz sein.

Es gibt keinen Plan oder Skript, dem Sie folgen könnten, um Mitarbeiter dazu zu bringen, sich so einzusetzen, wie es für eine perfekte Branding-Strategie erforderlich wäre. Der Versuch, dies zu erzwingen, wird nur Inhalte produzieren, die sich gestelzt und irgendwie „daneben“ anfühlen.

Geben Sie Ihren Mitarbeitern eine Anleitung, eine klare Vorstellung von Ihren Zielen, und lassen Sie sie dann selbst Leistungen erbringen, die echten Enthusiasmus zeigen.

 

Stellen Sie die Vision Ihres Unternehmens in den Mittelpunkt

Sie können sich Ihr Unternehmen wie eine Musik Band vorstellen. Jeder Mitarbeiter spielt sein Instrument, das Unternehmen jedoch gibt den Ton an und hält alles zusammen.

Dadurch erhalten Ihre Mitarbeiter Anhaltspunkte und Startpunkte, die sie nutzen können, um thematisch ihre eigenen Inhalte zu integrieren. Schließlich möchten Sie, dass Ihre Mitarbeiter originelle, organische Leistungen erbringen, die ihre individuelle Persönlichkeit widerspiegeln. Gibt es jedoch keine klare Vision, an die sich die Mitarbeiter halten können, so kann es sein, dass der Ton nicht getroffen wird, was sowohl Ihrem Unternehmen als auch Ihren Mitarbeitern schaden kann.