Was ist eine Wildkamera und wie funktioniert sie?

Eine Wildkamera wird an einem geeigneten Ort befestigt, den es zu überwachen gilt, diesen hat sie dann Tag und Nacht im Auge. Die Kamera ist mit vorkonfigurierten Infrarotsendern bestückt, die einen Bewegungsmelder auslösen, sobald sich etwas vor der Linse bewegt.
Die Kamera unterscheidet sich deutlich von einer klassischen Kamera. Sie ist wetterfest und sehr einfach zu handhaben. Vereinfacht gesagt: Anbringen und einschalten! Einige Hersteller haben sich und ihre Software speziell darauf spezialisiert.

Anwendungsbereiche und Funktionsweise Wildkamera

Ursprünglich nutzten hauptsächlich Jäger eine Wildkamera. In heutigen Zeiten, wo die Anzahl von Einbrüchen ständig steigt, hat die Kamera zunehmendes Interesse bei Hausbesitzern geweckt. Auch in Stall und Weide kann sie nützlich sein. Zur Sicherung von Baustellen, Firmengeländen, im Objektschutz ist eine Wildkamera brauchbar.

Sobald sie eine Bewegung erkennt, schaltet sie sich ein und speichert die aufgenommenen Bilder und/oder Videos auf einer Speicherkarte. Diese kann man am heimischen PC einsehen und überprüfen.

Welche Modellarten gibt es?

Zum Einen haben wir die einfache Ausführung mit Speicherung der Daten auf SD Karte. Die bequemere und effektivere, wenn auch kostspieligere Variante, ist die der Datenübertragung per Mobilfunk. So erspart man sich den Weg zurück zum Standpunkt der Kamera, um den Speicherchip auszutauschen.
Damit sind unliebsame Überraschungen sofort erkennbar, Sie können unverzüglich entsprechend reagieren.

Qualitativ unterscheiden sich beide Arten von Kameras kaum. Man muss sich lediglich, wie bei einem Smartphone, an einen Mobilfunk-Anbieter binden. Kein Problem, denn in unserer modernen Zeit besitzt ohnehin fast jeder ein Handy.

Datenschutz

Wenn solch eine Überwachungskamera auch problemlos zu installieren ist, darf sie nicht einfach aufgestellt werden, um beispielsweise den Nachbarn zu beobachten. Diesbezüglich gehen bei den zuständigen Behörden tagtäglich zahlreiche Beschwerden ein.

Selbst für eine Stationierung im Wald benötigt man eine Genehmigung, die man nur zugesprochen bekommt, wenn wissenschaftliche Zwecke nachgewiesen werden. Es könnte ja sein, dass Wanderer und Spaziergänger zufällig abgelichtet werden. Das ist mit der hiesigen Gesetzgebung nicht vereinbar. Unbedingt vor Anschaffung abklären!

Was muss beim Kauf beachtet werden?

Die wesentlichen Qualitätsmerkmale einer Wildkamera sind: Bildqualität, die Reaktionszeit (Testsieger Apeman 0,3 sec.)des Auslösers und nicht zuletzt die Aufnahmequalität von Videos. Die Standardwerte der Bildauflösung in HD wird von fast allen Herstellern erfüllt, zahlreiche Produzenten liefern jedoch Full-HD, mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln. Wer bestens ausgestattet sein will, erwirbt ein Gerät mit eingebautem Mikrofon.

Achten Sie auf den Umfang des Zubehörs. Dazu können zählen:

  • Batterien
  • Videokabel
  • USB Kabel
  • Montagegurt für Anbringung z.B. an einem Baum
  • SD Speicherkarte
  • idealerweise Befestigungsmaterial

Dieses Zubehör ist keine Pflichtbeigabe. Viele Hersteller zeichnen sich dadurch aus, dass sie es zur gekauften Kamera dazu packen. So können Sie sicher sein, dass alles zusammen passt und nicht gesondert bestellt werden muss.

Online oder Fachhandel, wo kauft man am besten?

Relativ einfach zu beantworten ist die Frage nach dem WO. Ein Fachhändler hat verständlicherweise nur ein eingeschränktes Sortiment. Die Möglichkeiten zum Test der Funktionsweise der Wildkamera sind eingeschränkt. Im Internet hingegen können Sie umfangreiche Tests aufrufen und direkt vergleichen. Die Optik einer Überwachungskamera ist eher zweitrangig.

Häufige Schwachstellen und Mängel

Bei vielen angebotenen Modellen wird eine zu träge Reaktionszeit des automatischen Auslösers bemängelt. Es ist eher kontraproduktiv, wenn die Kamera erst aktiv wird, wenn ein Dieb, Einbrecher, oder wer auch immer mit unlauteren Absichten, direkt vor der Linse steht. Einem flinken und scheuen Tier im Wald können Sie nicht vorgeben, sich direkt im “Einschusswinkel” des Objektives zu platzieren und abzuwarten, bis das Foto fertig ist.

Ähnlich verhält es sich mit dem Dynamikverhalten mancher Kameras. Aufnahmen bei Dämmerung wirken matschig und verschwommen. Dafür ist der Bildsensor zuständig, ein wichtiges Kriterium bei einer Wildkamera.

Oft bemängelt werden hohe Mobilfunkkosten. Das ist eher eingrenzbar, indem man einen Provider mit entsprechender Flatrate findet und bucht. Hat nicht unmittelbar mit der Kamera zu tun.

Einig sind sich Kritiker hinsichtlich der Akkuleistung von diversen Kameras. Wenn diese sich als Stromfresser entpuppen, ist das weniger erfreulich. Schließlich arbeiten sie im Dauerbetrieb und sollten bei jedem Wetter, besonders im Winter, in der Lage sein, Kälte und Frost zu überdauern.
In diesem Zusammenhang wird oft die Verarbeitungsqualität bemängelt. Eine Kamera für den Einsatz in der Natur muss einiges aushalten. Hitze, Kälte, Regen, Eis und Schnee. Manche Gehäuse werden durch Feuchtigkeit und Frost rissig. Das hat zur Folge, dass sie feucht und die Bauteile im Innern der Kamera angegriffen werden.

wieviel muss man ausgeben für eine vernünftige Kamera

Die Preisspanne reicht von ca. 50 € bis ca. 400 €. Die wichtigsten Hersteller sind:

  • Apeman
  • Secacam
  • Bresser
  • Toguard
  • Icefox
  • Dörr
  • Minox

Die Liste lässt sich beliebig lang erweitern, je nachdem, welches Vergleichsportal man aufruft oder welche Fachzeitschrift man zu Rate zieht.

Fazit

Wie bei vielen anderen Dingen ist nicht immer das Teuerste auch das Beste! Vergleichen Sie sorgfältig und vor allen Dingen: Nehmen Sie als wichtigste Basis für die Entscheidung Ihren Bedarf. Bedenken Sie, dass eine Überwachungskamera für Wild hauptsächlich für Jäger, Förster und Naturfreunde kostruiert ist.

Empfohlene Einrichtungsmerkmale

  • PIR Sensoren für automatische Aufnahmen per Bewegungserkennung
  • Zeitrafferfunktion
  • Integriertes Mikrofon für Aufnahmen mit Ton
  • Infrarot-Nachtsicht dank unsichtbarem Licht von 42 IR-LEDs
  • Dämmerungssensor: schaltet automatisch zwischen Tag- und Nachtmodus um
  • Serienbild-Funktion
  • Video-Auflösung in Pixel: 1920 x 1080 (Full HD 1080p)
  • Aufnahmeformat Videos: AVI, Bilder: JPEG
  • Arbeitstemperatur: -20 bis +60 °C
  • wetterfest und robust
  • leichte Handhabung
  • Infrarot LEDs für gute Lichtverhältnisse
  • Reichweite von mind. 20 m
  • mind. 6 Monate Standby

Bei den gängigen Discountern umschauen lohnt sich ebenfalls. Wenn die Kamera preiswert ist, sollte sie allerdings auch ihren Preis wert sein.